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Übersetzungen [20]

Ungebildet (2)

Verbundene Lehrreden 12.62

7. Das große Kapitel

Ungebildet (2)

In Sāvatthī.

„Mönche und Nonnen, ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch kann in Bezug auf diesen Körper, der aus den vier Grundzuständen besteht, ernüchtert werden, die Leidenschaft verlieren und befreit sein.

Warum ist das so?

Bei diesem Körper, der aus den vier Grundzuständen besteht, sieht man, wie er anhäuft und abbaut, wie er aufgenommen und zur Ruhe gelegt wird.

Aus diesem Grund kann ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch hier ernüchtert werden, die Leidenschaft verlieren und befreit sein.

Aber in Bezug auf das, was man ‚Geist‘ und auch ‚Empfindungsvermögen‘ und auch ‚Bewusstsein‘ nennt, ist ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch nicht in der Lage, ernüchtert zu werden, die Leidenschaft zu verlieren und befreit zu sein.

Warum ist das so?

Weil er lange Zeit daran festgehalten, es als sein Eigenes betrachtet und fälschlich darüber gedacht hat:

‚Das ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst.‘

Aus diesem Grund kann ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch hier nicht ernüchtert werden, die Leidenschaft verlieren und befreit sein.

Aber ein ungebildeter gewöhnlicher Mensch täte besser daran, diesen Körper, der aus den vier Grundzuständen besteht, als sein Selbst anzusehen als den Geist.

Warum ist das so?

Man sieht, dass dieser Körper, der aus den vier Grundzuständen besteht, ein Jahr besteht, dass er zwei Jahre, drei, vier, fünf oder zehn Jahre, zwanzig, dreißig, vierzig, fünfzig, hundert Jahre oder sogar länger besteht.

Aber das, was man ‚Geist‘ und auch ‚Empfindungsvermögen‘ und auch ‚Bewusstsein‘ nennt, entsteht als ein Ding und hört als ein anderes auf, bei Tag und bei Nacht.

Ein gebildeter edler Schüler gebraucht den Geist sorgfältig und wohlüberlegt für das abhängige Entstehen selbst:

‚Wenn dieses besteht, gibt es dieses; aufgrund des Erscheinens von diesem erscheint dieses.

Wenn dieses nicht besteht, gibt es dieses nicht; aufgrund des Aufhörens von diesem hört dieses auf.‘

Ein angenehmes Gefühl entsteht in Abhängigkeit von einem Kontakt, der als angenehm zu erleben ist.

Mit dem Aufhören dieses Kontakts, der als angenehm zu erleben ist, hört das entsprechende angenehme Gefühl auf und vergeht.

Ein schmerzhaftes Gefühl entsteht in Abhängigkeit von einem Kontakt, der als schmerzhaft zu erleben ist.

Mit dem Aufhören dieses Kontakts, der als schmerzhaft zu erleben ist, hört das entsprechende schmerzhafte Gefühl auf und vergeht.

Ein neutrales Gefühl entsteht in Abhängigkeit von einem Kontakt, der als neutral zu erleben ist.

Mit dem Aufhören dieses Kontakts, der als neutral zu erleben ist, hört das entsprechende neutrale Gefühl auf und vergeht.

Wie wenn man zwei Hölzer aneinander reibt: Hitze entsteht und eine Flamme wird entzündet. Aber wenn man die Hölzer trennt und zur Seite legt, hört die entsprechende Hitze auf und vergeht.

Ebenso entsteht ein angenehmes Gefühl in Abhängigkeit von einem Kontakt, der als angenehm zu erleben ist.

Mit dem Aufhören dieses Kontakts, der als angenehm zu erleben ist, hört das entsprechende angenehme Gefühl auf und vergeht.

Ein schmerzhaftes Gefühl …

Ein neutrales Gefühl entsteht in Abhängigkeit von einem Kontakt, der als neutral zu erleben ist.

Mit dem Aufhören dieses Kontakts, der als neutral zu erleben ist, hört das entsprechende neutrale Gefühl auf und vergeht.

Wenn er das sieht, wird ein gebildeter edler Schüler ernüchtert von Kontakt, Gefühl, Wahrnehmung, Willensbildungsprozessen und Bewusstsein.

Wenn er ernüchtert ist, schwindet die Leidenschaft. Wenn die Leidenschaft schwindet, ist er befreit. Wenn er befreit ist, weiß er, dass er befreit ist.

Er versteht: ‚Wiedergeburt ist beendet; das geistliche Leben ist erfüllt; was zu tun war, ist getan; es gibt nichts weiter für diesen Ort.‘“

Kommentar [2]