Über Pāṭikaputta
1. Die Geschichte von Sunakkhatta
So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Buddha im Land der Maller auf, bei dem mallischen Marktflecken mit Namen Anupiya. Da kleidete der Buddha sich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Anupiya zum Almosengang. Da kam ihm in den Sinn: „Es ist zu früh für den Almosengang in Anupiya. Warum gehe ich nicht den Wanderer vom Stamm Bhaggava in seinem Kloster besuchen?“
Und so tat er es. Da sagte der Wanderer vom Stamm Bhaggava zum Buddha: „Der Gesegnete komme her, Herr! Willkommen dem Gesegneten, Herr! Es ist lange her, dass du die Gelegenheit genutzt hast, hierherzukommen. Setz dich bitte, Herr, dieser Sitz ist bereit.“
Der Buddha setzte sich auf den ausgebreiteten Sitz, während der Wanderer vom Stamm Bhaggava einen niedrigeren Sitz nahm, sich zur Seite hinsetzte und zum Buddha sagte: „Herr, vor ein paar Tagen kam der Licchaver Sunakkhatta zu mir und sagte: ‚Jetzt habe ich den Buddha zurückgewiesen, Bhaggava. Mein Leben ist jetzt nicht länger ihm geweiht.‘ Ist es wahr, Herr, was Sunakkhatta gesagt hat?“
„Jawohl, das ist es, Bhaggava.
Vor ein paar Tagen kam der Licchaver Sunakkhatta zu mir, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und sagte: ‚Jetzt weise ich den Buddha zurück! Mein Leben ist jetzt nicht länger dir geweiht.‘
Als Sunakkhatta das sagte, erwiderte ich ihm: ‚Aber Sunakkhatta, habe ich je zu dir gesagt: „Komm, weihe mir dein Leben“?‘
‚Nein, Herr.‘
‚Oder hast du je zu mir gesagt: „Herr, ich werde mein Leben dem Buddha weihen“?‘
‚Nein, Herr.‘
‚So scheint es, dass ich nicht gebeten habe, du solltest mir dein Leben weihen, noch dass du gesagt hast, du wolltest mir dein Leben weihen. Wenn das so ist, du unnützer Mann, wer bist du und was willst du abbrechen? Sieh nur, wie weit du dich verirrt hast!‘
‚Aber Herr, der Buddha zeigt nie übermenschliche Demonstrationen übersinnlicher Kraft für mich.‘
‚Aber Sunakkhatta, habe ich je zu dir gesagt: „Komm, weihe mir dein Leben, und ich werde für dich eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft zeigen“?‘
‚Nein, Herr.‘
‚Oder hast du je zu mir gesagt: „Herr, ich werde mein Leben dem Buddha weihen, und der Buddha wird für mich eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft zeigen“?‘
‚Nein, Herr.‘
‚So scheint es, dass ich dich nicht darum gebeten habe, und dass du es nicht von mir verlangt hast. Wenn das so ist, du unnützer Mann, wer bist du und was willst du abbrechen? Was denkst du, Sunakkhatta? Ob es eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gibt oder nicht – führt meine Lehre den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens?‘
‚Das tut sie, Herr.‘
‚So scheint es, dass meine Lehre, ob es eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gibt oder nicht, den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens führt. Wenn das so ist, wozu dann eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft? Sieh nur, wie weit du dich verirrt hast, du unnützer Mann!‘
‚Aber Herr, der Buddha erklärt mir nie den Ursprung der Welt.‘
‚Aber Sunakkhatta, habe ich je zu dir gesagt: „Komm, weihe mir dein Leben, und ich werde dir den Ursprung der Welt erklären“?‘
‚Nein, Herr.‘
‚Oder hast du je zu mir gesagt: „Herr, ich werde mein Leben dem Buddha weihen, und der Buddha wird mir den Ursprung der Welt erklären“?‘
‚Nein, Herr.‘
‚So scheint es, dass ich dich nicht darum gebeten habe, und dass du es nicht von mir verlangt hast. Wenn das so ist, du unnützer Mann, wer bist du und was willst du abbrechen? Was denkst du, Sunakkhatta? Ob der Ursprung der Welt erklärt wird oder nicht – führt meine Lehre den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens?‘
‚Das tut sie, Herr.‘
‚So scheint es, dass meine Lehre, ob der Ursprung der Welt erklärt wird oder nicht, den, der sie übt, zur völligen Auflösung des Leidens führt. Wenn das so ist, wozu dann den Ursprung der Welt erklären? Sieh nur, wie weit du dich verirrt hast, du unnützer Mann!
Auf vielerlei Art, Sunakkhatta, hast du mich in der Hauptstadt der Vajjier so gepriesen: “Dieser Gesegnete ist vollendet, ein vollkommen erwachter Buddha, von vollendetem Wissen und Verhalten, heilig, Kenner der Welt, unübertrefflicher Anleiter für alle, die üben wollen, Lehrer von Göttern und Menschen, erwacht, gesegnet.“
Auf vielerlei Art hast du die Lehre in der Hauptstadt der Vajjier so gepriesen: “Die Lehre ist vom Buddha gut erklärt – in diesem Leben ersichtlich, unmittelbar wirksam, sie lädt zum Überprüfen ein, ist zielführend, sodass vernünftige Menschen sie selbst erkennen können.“
Auf vielerlei Art hast du den Saṅgha in der Hauptstadt der Vajjier so gepriesen: „Der Saṅgha der Schüler des Buddha übt nach dem guten Weg, dem geraden Weg, dem systematischen Weg, dem Weg des richtigen Vorgehens. Er besteht aus den vier Paaren, den acht Personen. Das ist der Saṅgha der Schüler des Buddha, und er ist einer den Göttern gewidmeten Gabe würdig, der Gastfreundschaft würdig, einer religiösen Gabe würdig, des Grußes mit zusammengelegten Händen würdig und ist das unübertreffliche Feld für Verdienst für die Welt.“
Ich erkläre dir gegenüber, Sunakkhatta, ich kündige dir gegenüber an: Es wird Leute geben, die sagen, dass Sunakkhatta nicht in der Lage war, das geistliche Leben unter dem Asketen Gotama zu führen. Deshalb hat er die Schulung abgebrochen und sich wieder einem geringeren Leben zugewandt. Das werden sie sagen.‘
Obwohl ich so zu Sunakkhatta geredet habe, ist er dennoch aus dieser Lehre und Schulung ausgetreten, wie jemand, der auf dem besten Weg in die Hölle ist.
2. Die Geschichte von dem Adligen von Kuru
Bhaggava, dieses eine Mal hielt ich mich im Land der Kurus auf, in dem Marktflecken der Kurus mit Namen Uttarakā. Da kleidete ich mich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Uttarakā zum Almosengang mit dem Licchaver Sunakkhatta als zweitem Mönch. Nun hatte damals ein nackter Asket, der ein Adliger von Kuru war, das Gelübde aufgenommen, sich wie ein Hund zu benehmen. Wenn Speisen auf den Boden geworfen werden, lässt er sich auf alle Viere nieder und isst und verschlingt sie direkt mit dem Mund.
Sunakkhatta beobachtete das und dachte: ‚Dieser Asket ist ein heiliger Mann!‘
Da ich Sunakkhattas Gedankengang erkannte, sagte ich darauf zu ihm: ‚Behauptest du nicht, ein Asket zu sein, ein Anhänger des Sakyers, du unnützer Mann?‘
‚Aber warum sagt der Buddha das zu mir?‘
‚Als du diesen nackten Asketen von Kuru gesehen hast, hast du da nicht gedacht: „Dieser Asket ist ein heiliger Mann!“?‘
‚Ja, Herr. Aber Herr, bist du eifersüchtig auf die Vollendeten?‘
‚Ich bin nicht eifersüchtig auf die Vollendeten, du unnützer Mann. Vielmehr solltest du diesen schädlichen Irrglauben aufgeben, der in dir aufgekommen ist. Schaff dir nicht selbst für lange Zeit Schaden und Leiden!
Dieser nackte Asket, der Adlige von Kuru, den du für einen heiligen Mann hältst, wird in sieben Tagen an Darmblähungen sterben. Und wenn er gestorben ist, wird er bei den Titanen des alleruntersten Ranges wiedergeboren werden, die man Kālakañjas nennt. Und sie werden ihn auf das Leichenfeld werfen, auf ein Büschel Vetiver-Gras. Wenn du willst, Sunakkhatta, gehe zu dem Adligen von Kuru und frage ihn, ob er sein eigenes Schicksal kennt. Es ist möglich, dass er antworten wird: „Geehrter Sunakkhatta, ich kenne mein eigenes Schicksal. Ich wurde bei den Titanen des alleruntersten Ranges wiedergeboren, die man Kālakañjas nennt.“‘
Dann, Bhaggava, ging Sunakkhatta zu dem Adligen von Kuru und sagte zu ihm: ‚Geehrter Adliger von Kuru, der Asket Gotama hat erklärt, dass du in sieben Tagen an Darmblähungen sterben wirst. Und wenn du gestorben bist, wirst du bei den Titanen des alleruntersten Ranges wiedergeboren werden, die man Kālakañjas nennt. Und sie werden dich auf das Leichenfeld werfen, auf ein Büschel Vetiver-Gras. Aber wenn du nur ein kleines bisschen isst und nur ein kleines bisschen Wasser trinkst, wirst du die Aussage des Asketen Gotama als falsch entlarven.‘
Und Sunakkhatta zählte die Tage bis zum siebten Tag, wie es geschieht, wenn man kein Vertrauen zum Klargewordenen hat. Aber am siebten Tag starb der nackte Asket, der Adlige von Kuru, an Darmblähungen. Und als er gestorben war, wurde er bei den Titanen des alleruntersten Ranges wiedergeboren, die man Kālakañjas nennt. Und sie warfen ihn auf das Leichenfeld, auf ein Büschel Vetiver-Gras.
Der Licchaver Sunakkhatta hörte davon. Da ging er zu dem Adligen von Kuru auf dem Leichenfeld, auf dem Büschel Vetiver-Gras. Und er schlug ihn dreimal mit der Faust: ‚Geehrter Adliger von Kuru, kennst du dein Schicksal?‘
Da erhob sich der Adlige von Kuru, rieb seinen Rücken mit den Händen und sagte: ‚Geehrter Sunakkhatta, ich kenne mein eigenes Schicksal. Ich wurde bei den Titanen des alleruntersten Ranges wiedergeboren, die man Kālakañjas nennt.‘ Nachdem er gesprochen hatte, fiel er eben da der Länge nach hin.
Darauf kam Sunakkhatta zu mir, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Ich sagte zu ihm: ‚Was denkst du, Sunakkhatta? Hat sich die Vorhersage, die ich über den Adligen von Kuru gemacht habe, als richtig herausgestellt oder nicht?‘
‚Sie hat sich als richtig herausgestellt.‘
‚Was denkst du, Sunakkhatta? Wenn das so ist, ist dann eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gezeigt worden oder nicht?‘
‚Sicher, Herr, es wurde eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gezeigt.‘
‚Obwohl ich eine solche übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gezeigt habe, sagst du: „Aber Herr, der Buddha zeigt nie übermenschliche Demonstrationen übersinnlicher Kraft für mich.“ Sieh nur, wie weit du dich verirrt hast!‘ Obwohl ich so zu Sunakkhatta geredet habe, ist er dennoch aus dieser Lehre und Schulung ausgetreten, wie jemand, der auf dem besten Weg in die Hölle ist.
3. Die Geschichte vom nackten Asketen Kaḷāramaṭṭaka
Dieses eine Mal, Bhaggava, hielt ich mich bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach. Nun befand sich damals in Vesālī der nackte Asket Kaḷāramaṭṭaka. Und er hatte in der Hauptstadt der Vajjier den Gipfel an materiellem Besitz und Ruhm erlangt. Er hatte diese sieben Gelübde aufgenommen: ‚Solange ich lebe, werde ich ein nackter Asket sein und keine Kleider tragen. Solange ich lebe, werde ich keusch sein und keinen Geschlechtsverkehr haben. Solange ich lebe, werde ich nur Fleisch und Alkohol verzehren, weder Reis noch Brei essen. Und an diesen Baumheiligtümern bei Vesālī werde ich nicht vorbeigehen: am Udena-Heiligtum im Osten, am Gotamaka-Heiligtum im Süden, am Sieben-Mädchen-Heiligtum im Westen und am Viele-Kinder-Heiligtum im Norden.‘ Und es war, weil er diese sieben Gelübde aufgenommen hatte, dass er den Gipfel an materiellem Besitz und Ruhm erlangt hatte.
Da ging also, Bhaggava, Sunakkhatta zu Kaḷāramaṭṭaka und stellte ihm eine Frage. Und als dieser davon überfragt war, zeigte er Ärger, Hass und Unmut. Und Sunakkhatta dachte: ‚Ich habe den heiligen Mann gekränkt, den Vollendeten, den Asketen. Ich darf mir nicht selbst für lange Zeit Schaden und Leiden schaffen!‘
Darauf kam Sunakkhatta zu mir, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Ich sagte zu ihm: ‚Behauptest du nicht, ein Asket zu sein, ein Anhänger des Sakyers, du unnützer Mann?‘
‚Aber warum sagt der Buddha das zu mir?‘
‚Bist du nicht zu dem nackten Asketen Kaḷāramaṭṭaka gegangen und hast ihm eine Frage gestellt? Und als dieser davon überfragt war, zeigte er Ärger, Hass und Unmut? Dann dachtest du: „Ich habe den heiligen Mann gekränkt, den Vollendeten, den Asketen. Ich darf mir nicht selbst für lange Zeit Schaden und Leiden schaffen!“‘
‚Ja, Herr. Aber Herr, bist du eifersüchtig auf die Vollendeten?‘
‚Ich bin nicht eifersüchtig auf die Vollendeten, du unnützer Mann. Vielmehr solltest du diesen schädlichen Irrglauben aufgeben, der in dir aufgekommen ist. Schaff dir nicht selbst für lange Zeit Schaden und Leiden!
Dieser nackte Asket Kaḷāramaṭṭaka, den du für einen wahrhaft heiligen Mann hältst, wird bald bekleidet sein, mit einer Partnerin leben, Reis und Brei essen, und er wird an allen vier Baumheiligtümern bei Vesālī vorbeigegangen sein. Danach wird er seinen ganzen Ruhm verlieren.‘
Und genauso kam es.
Sunakkhatta hörte davon. Er kam zu mir, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Ich sagte zu ihm: ‚Was denkst du, Sunakkhatta? Hat sich die Erklärung, die ich über Kaḷāramaṭṭaka abgegeben habe, als richtig herausgestellt oder nicht?‘
‚Sie hat sich als richtig herausgestellt.‘
‚Was denkst du, Sunakkhatta? Wenn das so ist, ist dann eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gezeigt worden oder nicht?‘
‚Sicher, Herr, es wurde eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gezeigt.‘
‚Obwohl ich eine solche übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gezeigt habe, sagst du: „Aber Herr, der Buddha zeigt nie übermenschliche Demonstrationen übersinnlicher Kraft für mich.“ Sieh nur, wie weit du dich verirrt hast!‘ Obwohl ich so zu Sunakkhatta geredet habe, ist er dennoch aus dieser Lehre und Schulung ausgetreten, wie jemand, der auf dem besten Weg in die Hölle ist.
4. Die Geschichte vom nackten Asketen Pāṭikaputta
Dieses eine Mal, Bhaggava, hielt ich mich eben da bei Vesālī am Großen Wald auf, in der Halle mit dem Giebeldach. Nun befand sich damals in Vesālī der nackte Asket Pāṭikaputta. Und er hatte in der Hauptstadt der Vajjier den Gipfel an materiellem Besitz und Ruhm erlangt. Er sagte zu einer Menschenmenge in Vesālī: ‚Sowohl der Asket Gotama als auch ich sprechen aus Erfahrung. Jemand, der aus Erfahrung spricht, sollte gegenüber jemand anderem, der aus Erfahrung spricht, eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft darbieten. Wenn der Asket Gotama und ich uns beide auf halbem Weg entgegenkämen, könnten wir dort beide eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft zeigen. Wenn er eine Demonstration übersinnlicher Kraft zeigt, werde ich zwei zeigen. Wenn er zwei zeigt, werde ich vier zeigen. Wenn er vier zeigt, werde ich acht zeigen. Wie viele Demonstrationen übersinnlicher Kraft der Asket Gotama auch zeigt, ich werde doppelt so viele zeigen.‘
Und Sunakkhatta kam zu mir, verbeugte sich, setzte sich zur Seite hin und berichtete mir all das.
Ich sagte zu ihm: ‚Sunakkhatta, der nackte Asket Pāṭikaputta ist nicht in der Lage, mir Auge in Auge zu begegnen, wenn er nicht diese Aussage und diese Absicht aufgibt und diese Ansicht loslässt. Wenn er denkt, er könne mir Auge in Auge begegnen, ohne diese Dinge aufzugeben, müsste ihm der Kopf zerspringen.‘
‚Pass auf, was du sagst, Gesegneter! Pass auf, was du sagst, Heiliger!‘
‚Aber warum sagst du das zu mir, Sunakkhatta?‘
‚Herr, der Buddha hat kategorisch erklärt, Pāṭikaputta sei nicht in der Lage, ihm Auge in Auge zu begegnen, sonst müsste ihm der Kopf zerspringen. Aber Pāṭikaputta könnte dem Buddha verkleidet Auge in Auge begegnen und den Buddha der Unwahrheit überführen.‘
‚Sunakkhatta, würde der Klargewordene eine doppeldeutige Aussage machen?‘
‚Aber Herr, hast du diese Aussage gemacht, nachdem du Pāṭikaputtas Geist erfasst hast? Oder haben Gottheiten es dir gesagt?‘
‚Beides, Sunakkhatta. Denn Ajita der General der Licchaver ist kürzlich gestorben und wurde in der Schar der Dreiunddreißig wiedergeboren. Er kam und berichtete mir: „Der nackte Asket Pāṭikaputta ist schamlos, Herr, er ist ein Lügner. Denn er hat in der Hauptstadt der Vajjier über mich erklärt: ‚Ajita der General der Licchaver wurde in der Großen Hölle wiedergeboren.‘
Aber das ist nicht wahr – ich wurde in der Schar der Dreiunddreißig wiedergeboren. Der nackte Asket Pāṭikaputta ist schamlos, Herr, er ist ein Lügner. Pāṭikaputta ist nicht in der Lage, dem Buddha Auge in Auge zu begegnen, sonst müsste ihm der Kopf zerspringen.“
So habe ich also diese Aussage sowohl gemacht, nachdem ich Pāṭikaputtas Geist mit meinem Geist erfasst habe, und auch Gottheiten haben es mir gesagt.
Da werde ich jetzt, Sunakkhatta, nach Vesālī um Almosen gehen. Nach dem Essen, wenn ich vom Almosengang zurückkomme, werde ich für die Meditation des Tages zu Pāṭikaputtas Kloster gehen. Wenn du willst, kannst du ihm das jetzt sagen.‘
5. Die Geschichte von den Demonstrationen übersinnlicher Kraft
Dann, Bhaggava, kleidete ich mich am Morgen an, nahm Schale und Robe und betrat Vesālī zum Almosengang. Nach dem Essen, als ich vom Almosengang zurückkam, ging ich für die Meditation des Tages zu Pāṭikaputtas Kloster. Da eilte Sunakkhatta nach Vesālī, ging zu den sehr namhaften Licchavern und sagte zu ihnen: ‚Ihr Herren, der Buddha ist nach seinem Almosengang für die Meditation des Tages zu Pāṭikaputtas Kloster gegangen. Kommt her, ihr Herren, kommt her! Es wird eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft von den heiligen Asketen geben!‘ Und die sehr namhaften Licchaver dachten: ‚Es scheint, dass es eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft von den heiligen Asketen geben wird! Da wollen wir hingehen!‘
Danach ging er zu den sehr namhaften gutsituierten Brahmanen, den reichen Hausbesitzern und den Asketen und Brahmanen, die verschiedenen anderen Konfessionen anhingen, und sagte ihnen das Gleiche. Sie alle sagten: ‚Es scheint, dass es eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft von den heiligen Asketen geben wird! Da wollen wir hingehen!‘
Und all diese sehr namhaften Leute gingen zu Pāṭikaputtas Kloster. Diese Versammlung war groß, Bhaggava, es waren viele Hundert, viele Tausend.
Pāṭikaputta hörte: ‚Es scheint, dass sehr namhafte Licchaver, gutsituierte Brahmanen, reiche Hausbesitzer und Asketen und Brahmanen, die verschiedenen anderen Konfessionen anhängen, hergekommen sind. Und der Asket Gotama sitzt für die Meditation des Tages in meinem Kloster.‘ Als er das hörte, packten ihn Furcht und Entsetzen und seine Haare sträubten sich. Voller Furcht ging er zum Ebenholzbaumstumpf-Kloster der Wanderer.
Die Versammlung erfuhr das und beauftragte einen Mann: ‚Komm, guter Mann, geh zu Pāṭikaputta im Ebenholzbaumstumpf-Kloster und sage zu ihm: „Komm her, geehrter Pāṭikaputta! All diese sehr namhaften Leute sind hergekommen, und der Asket Gotama sitzt für die Meditation des Tages in deinem Kloster. Denn du hast in der Versammlung in Vesālī gesagt: ‚Sowohl der Asket Gotama als auch ich sprechen aus Erfahrung. Jemand, der aus Erfahrung spricht, sollte gegenüber jemand anderem, der aus Erfahrung spricht, eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft darbieten. Wenn der Asket Gotama und ich uns beide auf halbem Weg entgegenkämen, könnten wir dort beide eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft zeigen. Wenn er eine Demonstration übersinnlicher Kraft zeigt, werde ich zwei zeigen. Wenn er zwei zeigt, werde ich vier zeigen. Wenn er vier zeigt, werde ich acht zeigen. Wie viele Demonstrationen übersinnlicher Kraft der Asket Gotama auch zeigt, ich werde doppelt so viele zeigen.‘ Komm her, geehrter Pāṭikaputta, komm den halben Weg. Der Asket Gotama ist die erste Hälfte gekommen und sitzt in deinem Kloster.“‘
‚Ja, Herr‘, antwortete der Mann und richtete die Botschaft aus.
Als er gesprochen hatte, sagte Pāṭikaputta: ‚Ich komme, Herr, ich komme!‘ Doch wie er sich auch winden mochte, er konnte nicht von seinem Sitz aufstehen. Da sagte der Mann zu ihm: ‚Was ist los, geehrter Pāṭikaputta? Klebt dein Hintern an der Bank, oder klebt die Bank an deinem Hintern? Du sagst: „Ich komme, Herr, ich komme!“ Doch wie du dich auch winden magst, du kannst nicht von deinem Sitz aufstehen.‘ Und als er so redete, sagte Pāṭika: ‚Ich komme, Herr, ich komme!‘ Doch wie er sich auch winden mochte, er konnte nicht von seinem Sitz aufstehen.
Als der Mann erkannte, dass Pāṭikaputta verloren hatte, ging er zur Versammlung zurück und sagte: ‚Pāṭikaputta hat verloren, ihr Herren. Er sagt: ‚Ich komme, Herr, ich komme!‘ Doch wie er sich auch winden mag, er kann nicht von seinem Sitz aufstehen.‘ Darauf sagte ich zu der Versammlung: ‚Der nackte Asket Pāṭikaputta ist nicht in der Lage, mir Auge in Auge zu begegnen, wenn er nicht diese Aussage und diese Absicht aufgibt und diese Ansicht loslässt. Wenn er denkt, er könne mir Auge in Auge begegnen, ohne diese Dinge aufzugeben, müsste ihm der Kopf zerspringen.‘
Der erste Abschnitt zum Aufsagen ist zu Ende.
Dann, Bhaggava, stand ein gewisser Oberminister der Licchaver auf und sagte zu der Versammlung: ‚Nun, ihr Herren, wartet eine Weile, ich werde gehen. Hoffentlich gelingt es mir, Pāṭikaputta zur Versammlung zurückzuführen.‘
Und dieser Oberminister ging zu Pāṭikaputta und sagte: „Komm her, geehrter Pāṭikaputta! Es ist das Beste für dich, wenn du kommst. All diese sehr namhaften Leute sind hergekommen, und der Asket Gotama sitzt für die Meditation des Tages in deinem Kloster. Du hast gesagt, du wolltest den Asketen Gotama auf halbem Weg treffen. Der Asket Gotama ist die erste Hälfte gekommen und sitzt in deinem Kloster. Der Asket Gotama hat der Versammlung gesagt, du seist nicht in der Lage, ihm Auge in Auge zu begegnen. Komm her, Pāṭikaputta! Wenn du herkommst, werden wir dafür sorgen, dass du gewinnst und der Asket Gotama verliert.‘
Daraufhin sagte Pāṭikaputta: ‚Ich komme, Herr, ich komme!‘ Doch wie er sich auch winden mochte, er konnte nicht von seinem Sitz aufstehen. Da sagte der Oberminister zu ihm: ‚Was ist los, geehrter Pāṭikaputta? Klebt dein Hintern an der Bank, oder klebt die Bank an deinem Hintern? Du sagst: „Ich komme, Herr, ich komme!“ Doch wie du dich auch winden magst, du kannst nicht von deinem Sitz aufstehen.‘ Und als er so redete, sagte Pāṭika: ‚Ich komme, Herr, ich komme!‘ Doch wie er sich auch winden mochte, er konnte nicht von seinem Sitz aufstehen.
Als der Oberminister der Licchaver erkannte, dass Pāṭikaputta verloren hatte, ging er zur Versammlung zurück und sagte: ‚Pāṭikaputta hat verloren, ihr Herren.‘ Er sagt: ‚Ich komme, Herr, ich komme!‘ Doch wie er sich auch winden mag, er kann nicht von seinem Sitz aufstehen.‘ Darauf sagte ich zu der Versammlung: ‚Pāṭikaputta ist nicht in der Lage, mir Auge in Auge zu begegnen, sonst müsste ihm der Kopf zerspringen. Selbst wenn die guten Licchaver dächten: „Wir wollen Pāṭikaputta mit Riemen binden und ihn mit einem Paar Ochsen ziehen!“ Doch dann werden entweder die Riemen zerreißen oder Pāṭikaputta.‘
Dann, Bhaggava, stand Jāliya, der Zögling des Holzschalen-Asketen, auf und sagte zu der Versammlung: ‚Nun, ihr Herren, wartet eine Weile, ich werde gehen. Hoffentlich gelingt es mir, Pāṭikaputta zur Versammlung zurückzuführen.‘
Und Jāliya ging zu Pāṭikaputta und sagte: „Komm her, geehrter Pāṭikaputta! Es ist das Beste für dich, wenn du kommst. All diese sehr namhaften Leute sind hergekommen, und der Asket Gotama sitzt für die Meditation des Tages in deinem Kloster. Du hast gesagt, du wolltest den Asketen Gotama auf halbem Weg treffen. Der Asket Gotama ist die erste Hälfte gekommen und sitzt in deinem Kloster. Der Asket Gotama hat der Versammlung gesagt, du seist nicht in der Lage, ihm Auge in Auge zu begegnen. Und er sagte, selbst wenn die guten Licchaver versuchen würden, dich mit Riemen zu binden und mit einem Paar Ochsen zu ziehen, dann würden entweder die Riemen zerreißen oder du. Komm her, Pāṭikaputta! Wenn du herkommst, werden wir dafür sorgen, dass du gewinnst und der Asket Gotama verliert.‘
Daraufhin sagte Pāṭikaputta: ‚Ich komme, Herr, ich komme!‘ Doch wie er sich auch winden mochte, er konnte nicht von seinem Sitz aufstehen. Da sagte Jāliya zu ihm: ‚Was ist los, geehrter Pāṭikaputta? Klebt dein Hintern an der Bank, oder klebt die Bank an deinem Hintern? Du sagst: „Ich komme, Herr, ich komme!“ Doch wie du dich auch winden magst, du kannst nicht von deinem Sitz aufstehen.‘ Und als er so redete, sagte Pāṭika: ‚Ich komme, Herr, ich komme!‘ Doch wie er sich auch winden mochte, er konnte nicht von seinem Sitz aufstehen.
Als Jāliya erkannte, dass Pāṭikaputta verloren hatte, sagte er zu ihm:
‚Es war einmal, geehrter Pāṭikaputta, ein Löwe, der König der Tiere, der dachte: „Warum mache ich nicht mein Lager bei einem bestimmten Wald? Gegen Abend kann ich aus meiner Höhle kommen, gähnen, ringsumher in die vier Himmelsrichtungen blicken, dreimal mein Löwengebrüll brüllen und dann auf Beute ausziehen. Und nachdem ich das beste Stück aus der Rotwildherde gerissen und das zarteste Fleisch gefressen habe, könnte ich in meine Höhle zurückkehren.“
Und so tat er es.
Dann war da ein alter Schakal, der von den Resten des Löwen fett geworden war und der überheblich und stark geworden war. Der dachte: „Was hat der Löwe, der König der Tiere, was ich nicht habe? Warum mache ich nicht auch mein Lager bei einem bestimmten Wald? Gegen Abend kann ich aus meiner Höhle kommen, gähnen, ringsumher in die vier Himmelsrichtungen blicken, dreimal mein Löwengebrüll brüllen und dann auf Beute ausziehen. Und nachdem ich das beste Stück aus der Rotwildherde gerissen und das zarteste Fleisch gefressen habe, könnte ich in meine Höhle zurückkehren.“
Und so tat er es. Aber als er versuchte, sein Löwengebrüll zu brüllen, brachte er nur das Winseln und Jaulen eines Schakals zustande. Und was ist das erbärmliche Winseln eines Schakals gegen das Brüllen eines Löwen?
Ebenso, geehrter Pāṭikaputta, prahlst du, während du von den Resten des Heiligen lebst und die Überbleibsel des Heiligen genießt, damit, den Klargewordenen anzugreifen, den Vollendeten, den vollkommen erwachten Buddha! Wer sind die erbärmlichen Pāṭikaputtas, dass sie die Klargewordenen, die Vollendeten, die vollkommen erwachten Buddhas angreifen könnten?‘
Als es Jāliya selbst mit diesem Gleichnis nicht gelang, Pāṭikaputta von seinem Sitz fortzubewegen, sagte er zu ihm:
‚Er sah sich als dem Löwen gleich,
der Schakal, und prahlte: „Ich bin der König der Tiere!“
Doch tatsächlich konnte er nur jaulen,
und was ist das traurige Winseln des Schakals gegen das Brüllen des Löwen?
Ebenso prahlst du, geehrter Pāṭikaputta, während du von der Ernte des Heiligen lebst, damit, ihn anzugreifen! ‘
Als es Jāliya selbst mit diesem Gleichnis nicht gelang, Pāṭikaputta von seinem Sitz fortzubewegen, sagte er zu ihm:
‚Den Schritten eines anderen folgen,
sich an Resten fett werden sehen,
bis er sich selbst gar nicht mehr sieht –
der Schakal prahlt, dass er ein Tiger sei.Doch tatsächlich konnte er nur jaulen,
und was ist das traurige Winseln des Schakals gegen das Brüllen des Löwen?
Ebenso prahlst du, geehrter Pāṭikaputta, während du von der Ernte des Heiligen lebst, damit, ihn anzugreifen! ‘
Als es Jāliya selbst mit diesem Gleichnis nicht gelang, Pāṭikaputta von seinem Sitz fortzubewegen, sagte er zu ihm:
‚Vollgefressen mit Fröschen und Mäusen aus der Scheune
sowie mit auf den Friedhof geworfenen Kadavern,
erfolgreich im großen, leeren Wald –
der Schakal prahlte: „Ich bin der König der Tiere!“
Doch tatsächlich konnte er nur jaulen,
und was ist das traurige Winseln des Schakals gegen das Brüllen des Löwen?
Ebenso, geehrter Pāṭikaputta, prahlst du, während du von der Ernte des Heiligen lebst und die Reste des Heiligen genießt, damit, den Klargewordenen anzugreifen, den Vollendeten, den vollkommen erwachten Buddha! Wer sind die erbärmlichen Pāṭikaputtas, dass sie die Klargewordenen, die Vollendeten, die vollkommen erwachten Buddhas angreifen könnten?‘
Als es Jāliya selbst mit diesem Gleichnis nicht gelang, Pāṭikaputta von seinem Sitz fortzubewegen, ging er zur Versammlung zurück und sagte: ‚Pāṭikaputta hat verloren, ihr Herren.‘ Er sagt: ‚Ich komme, Herr, ich komme!‘ Doch wie er sich auch winden mag, er kann nicht von seinem Sitz aufstehen.‘
Darauf sagte ich zu der Versammlung: ‚Der nackte Asket Pāṭikaputta ist nicht in der Lage, mir Auge in Auge zu begegnen, wenn er nicht diese Aussage und diese Absicht aufgibt und diese Ansicht loslässt. Wenn er denkt, er könne mir Auge in Auge begegnen, ohne diese Dinge aufzugeben, müsste ihm der Kopf zerspringen. Selbst wenn die guten Licchaver dächten: „Wir wollen Pāṭikaputta mit Riemen binden und ihn mit einem Paar Ochsen ziehen!“ Doch dann werden entweder die Riemen zerreißen oder Pāṭikaputta. Pāṭikaputta ist nicht in der Lage, mir Auge in Auge zu begegnen, sonst müsste ihm der Kopf zerspringen.‘
Dann, Bhaggava, leitete ich diese Versammlung mit einem Dhammavortrag an, ermunterte sie, begeisterte sie und regte sie an. Ich erlöste diese Versammlung von der gewaltigen Fessel und zog 84.000 Wesen aus dem gewaltigen Sumpf. Darauf trat ich in das Feuerelement ein, erhob mich in die Luft in die Höhe von sieben Palmen und schuf eine Flamme, die weitere sieben Palmen hoch war, die loderte und rauchte. Schließlich landete ich am großen Wald, in der Halle mit dem Giebeldach.
Darauf kam Sunakkhatta zu mir, verbeugte sich und setzte sich zur Seite hin. Ich sagte zu ihm: ‚Was denkst du, Sunakkhatta? Hat sich die Erklärung, die ich über Pāṭikaputta abgegeben habe, als richtig herausgestellt oder nicht?‘
‚Sie hat sich als richtig herausgestellt.‘
‚Was denkst du, Sunakkhatta? Wenn das so ist, ist dann eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gezeigt worden oder nicht?‘
‚Sicher, Herr, es wurde eine übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gezeigt.‘
‚Obwohl ich eine solche übermenschliche Demonstration übersinnlicher Kraft gezeigt habe, sagst du: „Aber Herr, der Buddha zeigt nie übermenschliche Demonstrationen übersinnlicher Kraft für mich.“ Sieh nur, wie weit du dich verirrt hast!‘
Obwohl ich so zu Sunakkhatta geredet habe, ist er dennoch aus dieser Lehre und Schulung ausgetreten, wie jemand, der auf dem besten Weg in die Hölle ist.
6. Die Geschichte vom Beschreiben des Ursprungs der Welt
Bhaggava, ich verstehe den Ursprung der Welt. Ich verstehe ihn und was darüber hinausgeht. Doch da ich dieses Verstehen nicht falsch auslege, habe ich in mir das Verlöschen verwirklicht. Indem er das unmittelbar erkennt, geht der Klargewordene nicht zugrunde.
Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die den Ursprung der Welt in ihrer Tradition als Schöpfung Gottes des Allmächtigen, als Schöpfung Brahmās beschreiben. Ich gehe zu ihnen und sage: ‚Ist es wirklich wahr, ist das die Ansicht der Ehrwürdigen?‘ Und sie antworten: ‚Ja.‘ Ich sage zu ihnen: ‚Aber wie beschreibt ihr in eurer Tradition, dass der Ursprung der Welt als Schöpfung Gottes des Allmächtigen, als Schöpfung Brahmās zustande kam?‘ Doch davon sind sie überfragt, und sie stellen mir sogar ihrerseits Fragen. Und ich antwortete ihnen:
‚Es kommt eine Zeit, Geehrte, nachdem eine sehr lange Zeitspanne vergangen ist, da dieses Weltall sich zusammenzieht. Wenn das Weltall sich zusammenzieht, gehen die Lebewesen zumeist zum Bereich des strahlenden Glanzes. Dort sind sie geistgeschaffen, ernähren sich von Ekstase, sind selbstleuchtend und bewegen sich mitten durch die Luft, gleichmäßig strahlend, und sie bleiben so für eine sehr lange Zeit.
Es kommt eine Zeit, nachdem eine sehr lange Zeitspanne vergangen ist, da dieses Weltall sich ausdehnt. Wenn es sich ausdehnt, erscheint ein leerer Brahmāpalast. Und da seine Lebensdauer oder sein Verdienst zu Ende geht, scheidet dann eins der Lebewesen von jener Schar der Götter von strahlendem Glanz ab und wird in dem leeren Brahmāpalast wiedergeboren. Dort ist es geistgeschaffen, ernährt sich von Ekstase, ist selbstleuchtend und bewegt sich mitten durch die Luft, gleichmäßig strahlend, und es bleibt so für eine sehr lange Zeit.
Aber nachdem es dort eine lange Zeit allein gelebt hat, wird es unzufrieden und ihm ist bange: „Ach, wenn doch nur andere Wesen zu diesem Ort kämen!“
Und da ihre Lebensdauer oder ihr Verdienst zu Ende geht, scheiden dann andere Lebewesen von jener Schar der Götter von strahlendem Glanz ab und werden in dem Brahmāpalast bei dem ersten Wesen wiedergeboren. Dort sind sie geistgeschaffen, ernähren sich von Ekstase, sind selbstleuchtend und bewegen sich mitten durch die Luft, gleichmäßig strahlend, und sie bleiben so für eine sehr lange Zeit.
Nun denkt das Wesen, das zuerst dort wiedergeboren wurde: „Ich bin Brahmā, der Große Brahmā, der Bezwinger, der Unbezwungene, der allumfassende Seher, der, der die Macht hat, Gott der Allmächtige, der Macher, der Schöpfer, der Erste, der Erzeuger, der Lenker, der Vater derer, die geboren sind und noch geboren werden. Diese Wesen wurden von mir geschaffen. Warum ist das so? Weil ich zuerst dachte: ‚Ach, wenn doch nur andere Wesen zu diesem Ort kämen!‘ Das war mein Herzenswunsch, und dann kamen diese Geschöpfe zu diesem Ort.“
Und die Wesen, die später dort wiedergeboren wurden, denken ebenfalls: „Das muss Brahmā sein, der Große Brahmā, der Bezwinger, der Unbezwungene, der allumfassende Seher, der, der die Macht hat, Gott der Allmächtige, der Macher, der Schöpfer, der Erste, der Erzeuger, der Lenker, der Vater derer, die geboren sind und noch geboren werden. Und wir wurden von ihm geschaffen. Warum ist das so? Weil wir sehen, dass er zuerst hier wiedergeboren war, und wir kamen später an.“
Und das Wesen, das zuerst wiedergeboren wurde, lebt länger, ist schöner und ranghöher als die, die später angekommen sind.
Es ist möglich, dass eins jener Wesen von jener Schar abscheidet und an diesem Ort wiedergeboren wird. Dann zieht es aus dem Haus fort ins hauslose Leben. Durch eifriges, entschlossenes, hingegebenes und beflissenes Bemühen und richtigen Gebrauch des Geistes erfährt es eine Versenkung des Herzens solcher Art, dass es sich an dieses letzte Leben erinnert, aber an kein weiteres.
Es sagt: „Er, der Brahmā ist, der Große Brahmā, der Bezwinger, der Unbezwungene, der allumfassende Seher, der, der die Macht hat, Gott der Allmächtige, der Macher, der Schöpfer, der Erste, der Erzeuger, der Lenker, der Vater derer, die geboren sind und noch geboren werden, von dem wir geschaffen wurden – er ist beständig, immerwährend, ewig, unvergänglich und bleibt für alle Ewigkeit gleich. Wir, die wir von diesem Brahmā geschaffen wurden, sind unbeständig, währen nicht fort, leben kurz, sind vergänglich und sind zu diesem Ort gekommen.“ Beschreibt ihr so in eurer Tradition, dass der Ursprung der Welt als Schöpfung Gottes des Allmächtigen, als Schöpfung Brahmās zustande kam?‘
Sie sagen: ‚Das ist das, was wir gehört haben, geehrter Gotama, gerade wie du es sagst.‘
Bhaggava, ich verstehe den Ursprung der Welt. Ich verstehe ihn und was darüber hinausgeht. Doch da ich dieses Verstehen nicht falsch auslege, habe ich in mir das Verlöschen verwirklicht. Indem er das unmittelbar erkennt, geht der Klargewordene nicht zugrunde.
Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die den Ursprung der Welt in ihrer Tradition als durch die durch Spielen Verkommenen bedingt beschreiben. Ich gehe zu ihnen und sage: ‚Ist es wirklich wahr, ist das die Ansicht der Ehrwürdigen?‘ Und sie antworten: ‚Ja.‘ Ich sage zu ihnen: ‚Aber wie beschreibt ihr in eurer Tradition, dass der Ursprung der Welt durch die durch Spielen Verkommenen bedingt zustande kam?‘ Doch davon sind sie überfragt, und sie stellen mir sogar ihrerseits Fragen. Und ich antwortete ihnen:
Geehrte, es gibt Götter mit Namen „durch Spielen Verkommene“. Sie verbringen zu viel Zeit mit Lachen, Spielen und Ausgelassenheit. Und dabei verlieren sie ihre Achtsamkeit, und sie scheiden von jener Götterschar ab.
Es ist möglich, dass eins jener Wesen von jener Schar abscheidet und an diesem Ort wiedergeboren wird. Dann zieht es aus dem Haus fort ins hauslose Leben. Durch eifriges, entschlossenes, hingegebenes und beflissenes Bemühen und richtigen Gebrauch des Geistes erfährt es eine Versenkung des Herzens solcher Art, dass es sich an dieses letzte Leben erinnert, aber an kein weiteres.
Es sagt: „Die Götter, die nicht durch Spielen verkommen sind, verbringen nicht zu viel Zeit mit Lachen, Spielen und Ausgelassenheit. So verlieren sie nicht ihre Achtsamkeit, und sie scheiden nicht von jener Götterschar ab. Sie sind beständig, immerwährend, ewig, unvergänglich und bleiben für alle Ewigkeit gleich. Aber wir, die wir durch Spielen verkommen waren, verbrachten zu viel Zeit mit Lachen, Spielen und Ausgelassenheit. Und dabei verloren wir unsere Achtsamkeit, und wir schieden von jener Götterschar ab. Wir sind unbeständig, währen nicht fort, leben kurz, sind vergänglich und sind zu diesem Ort gekommen.“ Beschreibt ihr so in eurer Tradition, dass der Ursprung der Welt durch die durch Spielen Verkommenen bedingt zustande kam?‘
Sie sagen: ‚Das ist das, was wir gehört haben, geehrter Gotama, gerade wie du es sagst.‘
Bhaggava, ich verstehe den Ursprung der Welt. Indem er das unmittelbar erkennt, geht der Klargewordene nicht zugrunde.
Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die den Ursprung der Welt in ihrer Tradition als durch die Gehässigen bedingt beschreiben. Ich gehe zu ihnen und sage: ‚Ist es wirklich wahr, ist das die Ansicht der Ehrwürdigen?‘ Und sie antworten: ‚Ja.‘ Ich sage zu ihnen: ‚Aber wie beschreibt ihr in eurer Tradition, dass der Ursprung der Welt durch die Gehässigen bedingt zustande kam?‘ Doch davon sind sie überfragt, und sie stellen mir sogar ihrerseits Fragen. Und ich antwortete ihnen:
‚Geehrte, es gibt Götter mit Namen „Gehässige“. Sie verbringen zu viel Zeit damit, einander anzustarren, sodass sie aufeinander wütend werden, und ihr Körper und Geist werden müde. Sie scheiden von jener Götterschar ab.
Es ist möglich, dass eins jener Wesen von jener Schar abscheidet und an diesem Ort wiedergeboren wird. Dann zieht es aus dem Haus fort ins hauslose Leben. Durch eifriges, entschlossenes, hingegebenes und beflissenes Bemühen und richtigen Gebrauch des Geistes erfährt es eine Versenkung des Herzens solcher Art, dass es sich an dieses letzte Leben erinnert, aber an kein weiteres.
Es sagt: „Die Götter, die nicht gehässig sind, verbringen nicht zu viel Zeit damit, einander anzustarren, und so werden sie nicht wütend aufeinander, und ihr Körper und Geist werden nicht müde. Sie scheiden nicht von jener Götterschar ab. Sie sind beständig, immerwährend, ewig, unvergänglich und bleiben für alle Ewigkeit gleich. Aber wir, die wir gehässig waren, verbrachten zu viel Zeit damit, einander anzustarren, sodass wir aufeinander wütend wurden, und unser Körper und Geist wurden müde. Wir schieden von jener Götterschar ab. Wir sind unbeständig, währen nicht fort, leben kurz, sind vergänglich und sind zu diesem Ort gekommen.“ Beschreibt ihr so in eurer Tradition, dass der Ursprung der Welt durch die Gehässigen bedingt zustande kam?‘
Sie sagen: ‚Das ist das, was wir gehört haben, geehrter Gotama, gerade wie du es sagst.‘
Bhaggava, ich verstehe den Ursprung der Welt. Indem er das unmittelbar erkennt, geht der Klargewordene nicht zugrunde.
Es gibt manche Asketen und Brahmanen, die den Ursprung der Welt in ihrer Tradition als durch Zufall entstanden beschreiben. Ich gehe zu ihnen und sage: ‚Ist es wirklich wahr, ist das die Ansicht der Ehrwürdigen?‘ Und sie antworten: ‚Ja.‘ Ich sage zu ihnen: ‚Aber wie beschreibt ihr in eurer Tradition, dass der Ursprung der Welt durch Zufall zustande kam?‘ Doch davon sind sie überfragt, und sie stellen mir sogar ihrerseits Fragen. Und ich antwortete ihnen:
‚Geehrte, es gibt Götter mit Namen „Wesen ohne Wahrnehmung“. Wenn eine Wahrnehmung aufkommt, scheiden sie vom jener Götterschar ab.
Es ist möglich, dass eins jener Wesen von jener Schar abscheidet und an diesem Ort wiedergeboren wird. Dann zieht es aus dem Haus fort ins hauslose Leben. Durch eifriges, entschlossenes, hingegebenes und beflissenes Bemühen und richtigen Gebrauch des Geistes erfährt es eine Versenkung des Herzens solcher Art, dass es sich an das Aufkommen der Wahrnehmung erinnert, aber an nichts anderes.
Es sagt: „Das Selbst und das Weltall sind durch Zufall entstanden. Warum ist das so? Weil ich vorher nicht war. Jetzt habe ich, der ich nicht war, mich in den Zustand des Seins verwandelt.“ Beschreibt ihr so in eurer Tradition, dass der Ursprung der Welt durch Zufall zustande kam?‘
Sie sagen: ‚Das ist das, was wir gehört haben, geehrter Gotama, gerade wie du es sagst.‘
Ich verstehe den Ursprung der Welt und was darüber hinausgeht. Doch da ich dieses Verstehen nicht falsch auslege, habe ich in mir das Verlöschen verwirklicht. Indem er das unmittelbar erkennt, geht der Klargewordene nicht zugrunde.
Obwohl ich das sage und erkläre, stellen mich manche Asketen und Brahmanen falsch dar mit der unrichtigen, leeren, falschen und unwahren Behauptung: ‚Der Asket Gotama hat einen verzerrten Blickwinkel und seine Mönche und Nonnen ebenfalls.
Er sagt: „Zu einer Zeit, zu der man in die Befreiung durch das Schöne eintritt und darin verweilt, nimmt man nur Unschönes wahr.“‘
Aber das sage ich nicht. Ich sage: ‚Zu einer Zeit, zu der man in die Befreiung durch das Schöne eintritt und darin verweilt, nimmt man nur Schönes wahr.‘“
„Sie sind diejenigen, die einen verzerrten Blickwinkel haben, Herr, die den Buddha und die Mönche und Nonnen so betrachten. Herr, ich bin recht zuversichtlich, dass der Buddha in der Lage ist, mich zu unterweisen, sodass ich in die Befreiung durch das Schöne eintreten und darin verweilen kann.“
„Es ist schwer für dich, in die Befreiung durch das Schöne einzutreten und darin zu verweilen, da du eine andere Ansicht, ein anderes Bekenntnis und einen anderen Glauben hast – es sei denn, du weihst dich der Übung unter Anleitung der Tradition. Komm, Bhaggava, bewahre sorgfältig die Zuversicht, die du zu mir hast.“
„Wenn es schwer für mich ist, in die Befreiung durch das Schöne einzutreten und darin zu verweilen, da ich eine andere Ansicht, ein anderes Bekenntnis und einen anderen Glauben habe – es sei denn, ich weihe mich der Übung unter Anleitung der Tradition –, will ich sorgfältig die Zuversicht bewahren, die ich zum Buddha habe.“
Das sagte der Buddha. Zufrieden begrüßte der Wanderer vom Stamm Bhaggava die Worte des Buddha.
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